Lebenshilfe Remscheid e.V.: Eine unverwechselbare Geschichte

06. November 1962: „Lebenshilfe Remscheid für das geistig behinderte Kind – Ortsvereinigung Remscheid“ – unter diesem Namen gründeten 26 Eltern und Förderer den Verein, der sich zunächst für eine bessere Beförderung von Kindern mit Behinderung zur damals als Hilfsschule bezeichneten Förderschule kümmerte. Weiterhin stand die Bezuschussung der ersten „beschützenden Werkstatt“ in der Remscheider Blumenstraße im Fokus. In der „Anlernwerkstatt für Montierarbeiten“ fanden schnell über 20 Menschen mit Behinderung eine sinnvolle Beschäftigung.

Auf diesem Fundament entwickelte sich die Lebenshilfe Remscheid stetig weiter. Die Werkstatt wuchs, heilpädagogische Gruppen entstanden an den damaligen Volksschulen.

1975 wurde die erste Haus- und Frühbetreuung für Familien mit jüngeren Kindern ins Leben gerufen.

Lebenshilfe Remscheid e.V. - Historie - Werkstatt Thüringsberg - 09.02.1984
Lebenshilfe Remscheid e.V. - Historie - Werkstatt Thüringsberg - 25.07.1984

Anfang der 1980er Jahre hatte der Verein Lebenshilfe bereits über 200 Mitglieder. Am Thüringsberg in Lennep entstand eine Wohnstätte. Gleich gegenüber wurde in einer bis dahin leer stehenden Textilfabrik die Lebenshilfe Werkstatt eröffnet – mit reichlich Platz zur Expansion.

Speziell für psychisch erkrankte Menschen wurde 1994 das Werk Lesota in Bergisch Born eröffnet und drei kleinere Standorte unter einem Dach vereint. Gleichzeitig wurde das Wohnangebot sukzessive ausgebaut. Im 40. Jahr nach Gründung wurde 2002 die Werkstatt noch einmal erweitert. Am Tenter Weg wurden Räume angemietet, da der Platz in der Werkstatt Thüringsberg nicht mehr ausreichte. Und es geht weiter: Am Rand des Industriegebietes Jägerwald entsteht eine neue Werkstatt, in der rund 120 Menschen mit Behinderungen einen Arbeitsplatz vor dem Hintergrund modernster Räumlichkeiten finden.
Der Einzug erfolgt im November 2019. Nahezu alle Bereiche der Lebenshilfe profitieren von dem Neubau.

Die Hauptverwaltung der Lebenshilfe zieht mit an den Jägerwald. Dadurch entstehen für den Wohnbereich und die Ambulanten Dienste neue Möglichkeiten am Thüringsberg 18. Außerdem ist eine Produktionsgruppe vom Thüringsberg zum Jägerwald umgezogen, so dass im Haupthaus zusätzliche Fläche für den Berufsbildungsbereich und den heilpädagogischen Arbeitsbereich entsteht.